Sep
02
2011
0

4E “Die Rückkehr zu ihren Wurzeln”.

Eine tolle Geschichte gibt es von Joe Tracy zu berichten. Joe hat mit seinem Boot 4E Mitte August 2011 den Ort besucht, wo er sie aus dem Royal Canal geborgen hatte. Bei dieser Reise hoffte er, viele Informationen aus den 50er Jahren vor Ort zu sammeln, um die Historie der 4E zu vervollständigen.

Herbst 1980 4E an Ledwith's Bridge Royal Canal; © Joe Tracy

Herbst 1980 "4E" an Ledwith's Bridge Royal Canal; © Joe Tracy

Am 13. Oktober 1980 kaufte Joe Tracy das alte halb gesunkene Boot. Die 4E, die früher in der kommerziellen Schiffahrt auf den irischen Wasserwegen zum Transport von Waren und schweren Gütern eingesetzt worden war, lag bei Ledwith an der Brücke auf dem Royal Canal westlich von Ballynacargy. In mehreren Arbeitswochen bereitete er das Boot für ein Auskranen vor, damit ein Transport über die Straße nach Tullamore zum Grand Canal durchgeführt werden konnte.

4E Am Kran über Kelly's Bridge, wartet auf Trailer; © Joe Tracy

"4E" am Kran über Kelly's Bridge, wartet auf das Trailern; © Joe Tracy

In Tullamore wieder zu Wasser gelassen, wurde an den Bootsrumpf (Boat hull) der 15HP Aussenborder der Nousha 2 (einer 22ft. Teal) gefittet. Damit trat dann die 4E die Reise Richtung Dublin an wo man sie restauriert und umgebaut hatte.

 4E Lift bei Tullamore Grand Canal; © Joe Tracy

"4E" Lift bei Tullamore Grand Canal; © Joe Tracy

"4E" am Lock 13 Grand Canal; © Joe Tracy

"4E" am Lock 13 im Grand Canal; © Joe Tracy

Lock 13 in GoogleMaps;

Lock 13 in GoogleMaps; © GoogleMaps

Joe startete die Visite bei Richmond Harbour Lock 38 am Royal Canal am 30. Juli 2011 und legte mit der umgebauten 4E,  30 Jahre später an der gleicher Stelle nahe der Ledwith’s Bridge an, wo er sie enddeckt hatte.

Start 1. Tag Richmond Harbour; © Joe Tracy

Start am 1. Tag in Richmond Harbour; © Joe Tracy

4E 2011 30 Jahre später an Ledwiths Bridge; © Joe Tracy

"4E" im Jahr 2011, 30 Jahre später gleiche Stelle an Ledwiths Bridge; © Joe Tracy

Das Glück war auf seiner Seite, denn er konnte durch einen Rundflug mit der “Abbeyshrule Air Show” das Boot an seinem Mooringplatz von oben fotografieren. Er hat viele Leute kennengelernt, die ihm helfen, die Geschichte seines historischen Bootes zu vervollständigen.

"4E" 2011 Luftaufnahme an Ledwiths Bridge; © Joe Tracy

"4E" 2011 Luftaufnahme an Ledwiths Bridge; © Joe Tracy

Ledwiths Bridge in GoogleMaps; © GoogleMaps

Ledwiths Bridge in GoogleMaps; © GoogleMaps

So jetzt möchte ich aber hier enden, denn Joe erzählt seine Geschichte ja selbst im IWAI-Forum, illustriert mit tollen historischen und aktuellen Aufnahmen. Zum Forum und zur Story nur eins der Bilder von Joe anklicken.

Thanks to Joe for these old historic photos of  “4E” and this great story.

Jun
09
2011
0

Dublin Rally 2011 update

Heute Mittag gab es beim  Stau der Dublin Rally 2011 für die Boote eine Erleichterung. Die “Irish Rail bridge” konnte nach gelungenen Reparaturarbeiten geöffnet werden.  Auf den folgenden Fotos ist die Passage eines der ersten Boote zu sehen. Die Fotos und die Meldung verdanken wir Joe Treacy im   Forum.

Railway Bridge; © Joe Treacy

Railway Bridge; © Joe Treacy

Railway Bridge; © Joe Treacy

Railway Bridge; © Joe Treacy

Railway Bridge; © Joe Treacy

Railway Bridge; © Joe Treacy

Thanks Joe for the credit to use the pictures.

Jun
06
2011
2

Royal Canal, Richmond Harbour und Dublin Rally 2011

Richmond Harbour

Ende April besuchte “Captain’s Handbook” Richmond Harbour und fand das der Hafen zum Anlegen ausreichend Platz geboten hat. Wer nicht Hochschleusen will um direkt vor den Pubs “The 46 Lock” oder dem “The Richmond Inn” zu liegen, damit er nach dem letzten Guinness von der Theke ins Boot fällt, oder wer im Hafen keinen Platz finden sollte, hat die Möglichkeit den neuen Anleger im Camlin River zu testen.

Richmond Harbour 2011; © Captain’s Handbook

Richmond Harbour 2011; © Captain’s Handbook

Anleger im Camlin 2011; © Captain’s Handbook

Anleger im Camlin 2011; © Captain’s Handbook

Anleger im Camlin 2011; © Captain’s Handbook;

Anleger im Camlin 2011; © Captain’s Handbook;

Dublin Rally 2011

Für die Dublin Rally 2011 ist zur Zeit ein Weiterkommen nicht möglich. Die Boote liegen in Dublin fest. Die Ursache des Übels ist, die “Irish Rail bridge” kann wegen eines Defektes nicht geöffnet werden. Auch die für Samstag den 04. Juni angesagte Brückenöffnung wurde abgesagt. Auf den nachfolgenden Fotos ist ein Versuch der Reparaturarbeiten sowie der Stau der Rally in Dublin zu  sehen.

Arbeiten an der "Irish Rail bridge" click to "Dublin Branch Website"

Arbeiten an der "Irish Rail bridge" click to "Greenandsilver Records"

Dublin Rally 2011 im Stau; click to "The Dublin Rally 2011 Pictures"

Thanks Michael for the credit to use the pictures.

Feb
20
2011
0

Die Green & Silver Route

Die Green & Silver Route

Der Triangle:

Grand Canal, Royal Canal und Shannon

Am 25. Juni 1946 starteten Tom und Angela Rolt in Athlone an Bord der “Le Coq”, einem ehemaligen Rettungsboot, umgebaut zu einem 28ft Cruiser, eine Reise, die nachzulesen, auch heute noch Freude macht. In seinem Buch “Green & Silver” hat Tom Rolt diese Reise, die kurz nach den Jahren des 2. Weltkrieges mit allen damit verbundenen Problemen der Dieselrationierung unternommen hat, beschrieben.

Von Athlone, am Shannon ging es in den Grand Canal bei Shannon Harbour. Von dort ging die Reise weiter nach Dublin und dann über den Royal Canal zurück zum Shannon. Nach einem Abstecher Richtung Norden bis zum Lough Key wendeten sie sich flussabwärts nach Süden zum Lough Derg.

In ihrem Vorwort zu der (vergriffenen) Neuauflage des Buches 1993, schrieb Ruth Delany: “Green & Silver wurde zu einem Klassiker und war ein wichtiges Element in der Kampagne der kleinen Gruppe, die die ‘Inland Waterways Association of Ireland’ im Jahr 1954 gegründet haben, gestartet um die Shannon Navigation vor dem Tod durch viel zu niedrige Brücken zu retten … Es zeigt für alle Zeiten wie die Wasserwege damals an ihren Tiefpunkt waren.”

Nur diesem frühen und gerade noch rechtzeitigem Engagement von Enthusiasten ist es zu verdanken, dass der Shannon heute ein top Bootsrevier ist. Die Faszination, die das Buch ausgelöst hat, spiegelt sich auch heute noch im IWAI Logo und die Farbschemen der Mitgliedsflagge (grün und silber). Hier geht es zur Anmeldung; click to "Join IWAI today!"

Nach der Schließung des irischen Royal Canal im Jahr 1961 war Rolt’s Buch “Green & Silver”  für die nachfolgenden Generationen von Bootsfahrern die einzige Möglichkeit, den Royal Canal mit dem Boot erkunden.

Anmerkung von Captain’s Handbook: Das Buch vermittelt Eindrücke, was man nun wieder erleben kann, seitdem der Royal Canal im Herbst 2010 nach langen Jahren der Restaurierung wieder eröffnet wurde.

Dublin Burgee; click zur "Website Dublin Branch"

Auf der Webseite der Dublin Branch, die von Michael Slevin hervorragend gestaltet und betreut wird, sind viele sehr gute Informationen über die “Green and Silver Route” nachzulesen.  Bemerkenswert ist auch die Fotogalerie, die einen wunderbaren Einblick gestattet, über das Bootfahren in Dublin und um Dublin herum.

xxx

Thanks to Michael for the permit.

Dec
12
2010
1

Ist Dublin eine No-go-Area für Mietbootfahrer?

Die “Green-and-Silver-Route”  – der Triangle Grand Canal – Royal Canal – Shannon

Anfang Oktober wurde der Royal Canal in Irland nach langer Zeit offiziell wieder eröffnet. Er ist 146 km lang und hat 46 Schleusen, davon sind 10 Doppelschleusen. Der Kanal war offiziell 1961 geschlossen worden, nachdem 1955 als letztes Boot – soweit offiziell bekannt -, die “Hark”, ihn befahren hatte. Dass dieser historische Wasserweg nicht komplett zugeschüttet und eine Autobahn auf ihm gebaut wurde, ist vor allem der Royal Canal Amenity Group zu verdanken, die sich seit 1974 aktiv für eine Restaurierung eingesetzt hat.

Eine sehr interessante, informative und historisch bedeutsame Beschreibung einer Bootsreise auf dem Royal Canal findet sich in dem Buch “Green and Silver” von Tom Rolt. 1946 war Rolt mit einem Boot in Athlone auf dem Shannon gestartet. Über den 131 km langen Grand Canal mit 43 Schleusen erreichte er mit seiner Frau Angela Dublin, um dann über den Royal Canal zum nördlichen Shannon zurückzukehren und schließlich flussabwärts wieder den Ausgangspunkt zu erreichen. Die von ihm beschriebene Rundreise wird auch die “Green-and-Silver-Route” genannt.

Dieses Dreieck (Triangle) Grand Canal – Royal Canal – Shannon zu befahren, ist nun nach der Wiedereröffnung des Royal Canal wieder in greifbare Nähe gerückt, aber das Ganze ist so im Moment noch nicht wirklich möglich, jedenfalls im Moment noch nicht mit Booten, die den von Waterways Ireland zugelassenen Dimensionen entsprechen. Am Dublin-Ende des Kanals ist die Durchfahrtshöhe von 3 m eingeschränkt. Zwei Hebebrücken und ein Hochspannungskabel in geringer Höhe versperren die Durchfahrt in Dublin. Eine der Brücken Sheriff St. Bridge lässt sich nicht heben und hat nur eine Durchfahrtshöhe von 2,2 m.

Die Eisenbahnbrücke ließe sich zwar manuell heben, ist jedoch abgeschlossen.

Hier fehlt noch eine Vereinbarung, wie die Öffnung geregelt wird. Selbst mit einem Kanu ist die Durchfahrt hier zur Zeit nicht möglich. Die Durchfahrt ist blockiert.

Das schräg durch die Navigation verlaufende Hochspannungskabel des ESB begrenzt zusätzlich die Durchfahrtshöhe auf 1,37 bis 1,6 m.

Abgesehen von diesen noch zu lösenden und lösbaren Problemen ist am Scheitel des Royal Canal die ausreichende Wassereinspeisung im Moment noch fragwürdig. Aber auch das ist kein unlösbares Problem.

Nunja, schauen wir uns noch einmal Dublin an. Hier gibt es im Bereich beider Kanäle zugemüllte Abschnitte und Begegnungen mit Einkaufswagen im Fahrwasser oder von Müllsäcken oder Kleidungsstücken blockierte Schrauben sind nicht selten. Außerdem gibt es leider auch Sicherheitsprobleme am Grand Canal mit steinewerfenden Kids, die die Boote “entern” (nein die gehen in der Regel nicht zur Schule). Es ist daher verständlich, dass die Mietbootfirmen ihre Boote in der Regel dort nicht durchfahren lassen. Auf dem Grand Canal ist hinter Hazelhatch bei Schleuse 12 das Limit für Mietbootfahrer. Dieses gilt für die drei Mietbootfirmen (Barrowline, Canalways und Jennifers Travels) an der Barrow Line, die vom Grand Canal abzweigt. Einige Charterfirmen am Shannon (Silver Line, Waveline, Carrick Craft) lassen seit dem letztem Jahr wieder kleinere Boote in den Grand Canal, allerdings in der Regel nur ein kurzes Stück bis Tullamore.

Es ist zu bedauern, dass Dublin für Mietbootfahrer eine regelrechte No-Go-Area ist, wobei die Liegeplätze in Dublin selbst kein wirkliches Sicherheitproblem darstellen.

Was bleibt im Momment? Der Royal Canal ohne Dublin, wie der Grand Canal ohne Dublin bisher?

Auf dem Royal Canal selbst besteht eine Möglichkeit ein Boot von Royal Canal Cruisers zu mieten und an der 12. Schleuse Richtung Richmond Harbour und den Shannon zu starten. Aber eben nur in Richtung Shannon, obwohl man nur wenige Schleusen und Kilometer vom Stadtzentrum Dublin entfernt ist.

Wie sich die Mietbootfirmen am Shannon-Erne-Waterway zu dem Thema verhalten werden, da insbesondere hier Boote, die sich für den Royal Canal sehr gut eignen, vermietet werden, bleibt abzuwarten.

Eigentlich ist es aus der Sicht von Kapitäns-Handbuch nur eine Frage der Zeit, bis die letzten technischen Navigationsprobleme des Royal Canal und speziell die in Dublin gelöst werden.

Aus touristischer Sicht ist es äußerst beklagenswert, dass es trotzdem wahrscheinlich dann immer noch keine Möglichkeit für Mietbootfahrer gibt, Dublin per Boot zu erkunden.

Photos used with permission of the IWAI  Dublin.

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